Wissen
Substanz zum Nachrechnen.
Kein Verkaufsdossier, sondern Material, das Sie prüfen können, mit Quellen, Normgrundlagen und Antworten auf die häufigsten Fragen.
Quellen und Normen
Swissgrid White Paper (März 2026)
Der PV-Ausbau von rund 10 auf bis zu 40 GWp ist ohne Speicher weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Netzkosten steigen bis 2050 um bis zu 100 Prozent.
PDF herunterladen (4.8 MB) swissgrid.ch ↗
«Areale und Quartiere» (Hrsg. Gugerli, Faktor Verlag, 2024)
Das Referenzwerk verortet Batteriespeicher beim Tag-Nacht-Ausgleich und die saisonale Energiespeicherung beim Wasserstoff. ZEV-Eigenverbrauchsquoten von 70 bis 90 % in gemischt genutzten Arealen.
PDF herunterladen (8.8 MB) faktor.ch ↗
Resümee NFP «Energie» (NFP 70/71, Schweizerischer Nationalfonds)
Empfehlung 5 an Politik und Energieversorger lautet wörtlich «Dezentrale Multi-Energie-Systeme (DMES) realisieren!». Sie ermöglichen eine höchst effiziente Nutzung dezentral bereitgestellter Energie und vermeiden kostspielige Netzausbauten.
PDF herunterladen (9.5 MB) nfp-energie.ch ↗ Was das bedeutet →
SVGW-Merkblatt H10001
Der Sicherheitsrahmen für gebäudeintegrierte H₂-Systeme, Referenz für die SIA-konforme Planung, von eRevo mitgestaltet.
PDF herunterladen (1.1 MB) svgw.ch ↗Die Technologie dahinter
Metallhydrid, einfach erklärt.
Wie ein Schwamm Wasser aufsaugt, saugt das Metallhydrid den Wasserstoff auf und bindet ihn chemisch in seinem Metallgitter. Und dies faktisch für immer, bis die Energie gebraucht wird.
Die ganze Erklärung mit Bild und drei SchrittenHäufige Fragen
Sicherheit
Warum darf dieser Grossspeicher ins bewohnte Gebäude?
Der Wasserstoff ist chemisch im Metallgitter gebunden, rund 97 % liegen fest im Metallhydrid. Feststoff, 35 bar Niederdruck, keine Selbstentladung, keine Kompression und deutlich geringere Brandlast als Batteriegrossspeicher. Das SVGW-Merkblatt H10001 regelt Sicherheit und Bewilligung.
Was bedeutet 35 bar Niederdruck im Vergleich zu Druckwasserstoff?
Klassische Gasspeicher arbeiten mit 300 bis 700 bar und brauchen Kompression. Im Metallhydrid wird der Wasserstoff bei nur 35 bar chemisch gebunden. Ein Kilogramm braucht rund 20 Liter statt 310 Liter im 40-bar-Gasspeicher, ohne Kompressor.
Wie ist der Brandschutz geregelt?
Grundlage ist das SVGW-Merkblatt H10001, der Sicherheitsrahmen für gebäudeintegrierte H₂-Systeme, von eRevo mitgestaltet. Es deckt Risikoanalyse, Brandschutz, Lüftung und Explosionsschutz ab und ist die Referenz für die SIA-konforme Planung.
Wirtschaftlichkeit
Wann amortisiert sich ein DMES?
Unter 10 Jahren möglich, bei idealen Voraussetzungen und ohne Fördermittel gerechnet. Wie gross die Hebel an Ihrem Standort sind, zeigt die Potenzialanalyse mit belastbaren Zahlen für Ihr Projekt.
Welche Erlösquellen gibt es?
Jeder Speicher in seinem Markt. Der Kurzzeitspeicher bedient Regelenergie, Intraday, Peak Shaving und Systemdienste, der Langzeitspeicher die saisonale Verschiebung, die thermische Auskopplung liefert Wärme. Dazu kommen eigener Stromtarif im ZEV und der CO2-Absenkpfad mit Förderinstrumenten ab rund 1000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Was passiert nach 20 Jahren Garantie?
Die Speicherleistung ist vom Hersteller über 20 Jahre garantiert, faktisch hält der Speicher mehrere Jahrzehnte. Lässt die Leistung nach, wird er mit Edelgas regeneriert. Beim Rückbau geht das pure Metall vollständig in den Kreislauf zurück.
Planung
Welche Voraussetzungen braucht ein DMES am Standort?
Drei Dinge. Erstens einen PV-Überschuss, denn die Anlage muss mehr Strom produzieren, als vor Ort verbraucht wird, und genau dieser Überschuss wird gespeichert. Zweitens einen funktionierenden Wasseranschluss, denn die Elektrolyse gewinnt den Wasserstoff aus Wasser; eine verlässliche Wasserzufuhr ist Betriebsvoraussetzung. Drittens einen geeigneten Aufstellraum mit Zugang. Ob Ihr Standort passt, zeigt der Quick Check in wenigen Minuten.
In welchen SIA-Phasen steigt eRevo ein?
In allen, am wirksamsten in der Vorstudie. Wir arbeiten im SIA-Phasenmodell mit klaren Schnittstellen zu HLKS, Elektro, Brandschutz und Konformität. Wo die Bauherrschaft Design-Build wünscht, können wir auch das.
Wer plant HLKS und Elektro?
Ihre Fachplaner, jeder in seinem Gewerk. Die thermische Einbindung bleibt beim HLKS-Planer, die elektrische beim Elektroplaner. Die Systemarchitektur dazwischen kommt von eRevo.
Wie lange dauert es von der Potenzialanalyse bis zum Betrieb?
Potenzialanalyse 1 Monat, Variantenstudie 2 Monate, Vorprojekt 3 Monate, Realisierung 6 bis 12 Monate, innerhalb Ihrer bestehenden Bau- und Planerprozesse.
Technologie
Was unterscheidet den Langzeitspeicher von einer Batterie?
Batterien können Tag-Nacht, Langzeitspeicher können Jahreszeiten. Batteriespeicher decken den Tag-Nacht-Ausgleich ab. Der Metallhydrid-Speicher verschiebt Sommerenergie in den Winter, ohne eigentliche Selbstentladung. Faktisch ist die Energie für immer im Metallgitter gefangen, bis sie gebraucht wird. Und das über 30 Jahre und mehr.
Braucht es eine Wasserstoff-Infrastruktur?
Nein. Alles entsteht vor Ort. Die Elektrolyse wandelt den eigenen Überschussstrom, der Speicher steht im Gebäude, die Brennstoffzelle verstromt zurück. Ohne Transportverluste und ohne nationale H₂-Infrastruktur als Voraussetzung.
Was passiert beim Rückbau?
Der Langzeitspeicher kommt ohne seltene Erden und ohne Lithium aus. Beim Rückbau geht das pure Metall vollständig in den Kreislauf zurück, zirkuläres Bauen auch bei der Energieinfrastruktur.
Unterlagen für Ihr Fachgebiet.
Wir senden Ihnen die Unterlagen persönlich zu, innert Kürze.